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Klare und deutliche Bilder und Infos zur Lage in Tibet !!!

Ich kann leider nicht verstehen, wie unsere Politik und unsere "Moralapostel" momentan so kommentarlos zusehen können.... Falls dem einen oder anderen noch nicht die Augen aufgegangen sind - hier sind Links zu täglich aktualisierten Seiten mit Bildern und Nachrichten:

http://www.tchrd.org/press/
http://www.tibet-initiative.de/frames.html?Seite=/Kap1/Kap1-6/Kap1_6-32.html

Direkter und deutlicher Wachrüttler erwünscht ? Schaut hier drauf:
http://www.tchrd.org/press/2008/pr20080318c.html

Deutlich genug ? In China wird gemordet, vermutlich werden sogar wehrlose werden von Hinten ins Genick geschossen... anders kann man die Bilder nicht interpretieren.

Wenn euch das nicht aufweckt, dann weiss ich nicht was sonst... - in China läuft seit über einer Woche die Tibetanische Kristallnacht ab und keiner sagt deutlich was er denkt. Ich sags...: VERDAMMTE MÖRDER

21.3.08 04:46


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Lobgesang zum Völkermord ? - eine politische Abrechnung mit der Tibetkrise

2008 - das Jahr der Ratte. Oder sagen wir besser der Ratten... unehrlicher Ratten.
Denn die Ratte gilt den Chinesen als angriffslustig. Erde und Ratte - das Jahr zum erobern von Land, auch desjenigen Landes in dessen Besitz man bereits ist. Doch genug von chinesischen Ratten - abrechnen möchte ich mit der Heuchelei zu diesem Thema im Rest der Welt. Jene Ratten in Han-China haben ihre Meinung zu den Völkern und Minderheiten schon mehrfach anhand ihres Umgangs mit Taiwan, Tibet und den Uiguren erfolgreich dargelegt - und die Art der Einladung an Taiwan Teil der chinesischen Fackelstafette für die Olympiade zu werden legte bereits mehr als deutlich offen, daß man plant dort als nächstes einzufallen.

Wenden wir uns dem Verrat an Grundsätzen in Deutschland und der Welt zu, bei dem so ziehmlich jeder vor der Wirtschaftsmacht China kuscht, der sonst überall etwas dazu zu sagen hat.

Das Internationale Olympische Kommitee ist der erste Auslöser meines Zorns. Hier spielt man Friede, Freude, Eierkuchen mit der Staatsmacht in Rot - entgegen JEDER Vorsätze der Olympischen Spiele.
Sogar die eigenen Athleten müssen als billige Ausrede für mangelnde Courage herhalten: "Es wäre unfair den Athleten gegenüber."
Ist es nicht mehr als gerecht den unterdrückten, gefangenen, geschlagenen und gefolterten Minderheiten gegenüber ?
Schauen wir uns einmal die Vergangenheit und die Charter der Olympischen Spiele an.

In der Vergangenheit (den Olympischen Spielen des Altertums) gab es den Frieden von Olympia, das als den Göttern heilig galt.
Während der Spiele wurde kein Krieg geführt. Heute ist Olympia hauptsächlich der Pecunia heilig, statt dem gerechten Zeus - denn die Grundsätze aus der Charter der Olympischen Spiele der Neuzeit werden des lieben Werbemittel-Reibachs willen mit Füßen getreten -

aus der Charter, Seite 11 "Fundamental Principles of Olympism"
( http://www.olympic.org/uk/organisation/index_uk.asp - neben dem Bild Pierre de Coubertin`s)

Fundamentale Prinzipien des Olympismus
br> 1.) Olympismus ist eine Lebensphilosophie, die als balanciertes Ganzes die Qualitäten von Körper, Wille und Geist kombinieren und erhöhen will. Sport mit Kultur und Erziehung vermischend, versucht der Olympismus einen Lebensweg aus Spass an der Leistung, den erzieherischen Werten des guten Vorbilds und des Respekts für universelle fundamentale ethische Prinzipien zu erzeugen.

2.) Das Ziel des Olympismus ist den Sport zur harmonischen Entwicklung der Menschheit zu platzieren, mit dem Blick auf dem bewerben einer friedlichen Gesellschaft , die sich um den Erhalt der menschlichen Würde bemüht.

3.) Die Olympische Bewegungist die konzertierte, organisierte, universelle und permanente Aktion - unter der obersten Hoheit des IOC ausgeführt - aller von den Werten des Olympismus inspirierten Individuen und Verbände. Sie erstreckt sich über fünf Kontinente. Sie erreicht ihren Höhepunkt durch die Zusammenkunft der Athleten zum großen Sport Festival, den Olympischen Spielen. Ihr Symbol sind fünf verschlungene Ringe.

4.) Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Jedes Individuum muss die Möglichkeit einen Sport auszuüben haben, ohne in irgendeiner Form diskriminiert zu werde und im Geiste des Olympischen Gedanken, welcher das gegenseitige Verständnis im Geiste von Freundschaft, Solidarität und Fair Play voraussetzt. Die Organisation, Administration und Führung des Sports muss durch unabhängige Sportverbände kontrolliert werden.

5.) Jede Form der Diskriminierung im Bezug auf ein Land oder eine Person wegen Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus anderen Gründen ist inkompatibel mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung.

6.) Die Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung verlangt das Befolgen der Olympischen Charter und die Anerkennung durch das IOC.

und aus der Satzung des Deutschen Olympischen Sportbundes, Präambel
( http://www.dosb.de/de/medien/downloads/verbands-statuten/ - erster Punkt unter "Satzungen des DOSB" )

(3) Der DOSB versteht sich als Teil der Olympischen Bewegung. Darum ist es sein erklärter Wille die olympische Bewegung zu fürdern und zu schützen, die Bestimmungen der Charta des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC) zu beachten und die Entscheidungen und Beschlüsse des IOC anzuerkennen. Der DOSB tritt ausdrücklich für einen humanen, manipulations- und dopingfreien Sport ein und erkennt die internationalen Anti-Doping-Bestimmungen, insbesondere den World-Anti-Doping-Code an.

...

(6) Der DOSB bekennt sich zu einem humanistisch geprägten Menschenbild, er dient der Wahrung und Förderung der ethischen Werte im Sport und fördert das bürgerschaftliche Engagement. Er vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie parteipolitischer Neutralität. Er tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegen. Er pflegt die Verbindungen zu den großen gesellschaftlichen Gruppen, Kirchen und politischen Parteien.

...

(8) Der DOSB fördert die kulturelle Vielfalt des Sports auf nationaler und internationaler Ebene und macht sie möglichst vielen Menschen zugänglich. Durch internationale Zusammenarbeit tritt der DOSB für Frieden und Völkerverständigung ein.

Demnach müsste der Hauptveranstalter der Olympischen Spiele in China eigentlich die Spiele absagen, da sie als Grundlage für Propaganda in einem minderheitsfeindlichen Polizeistaat dienen sollen. Statt dessen versucht man die Spiele durchzuziehen und lässt aus Rücksichtnahme auf die chinesischen Gefühle sowohl das Exil-Tibetanische Olympische Team abblitzen ( http://www.studentsforafreetibet.org/article.php?id=1169 ) als auch das Olympische Team der Republik Taiwan unter der Bezeichnung "Chinesisch Taipei" führen ( http://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_Taipei sowie http://de.wikipedia.org/wiki/Republik_China ).

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB, Nachfolger des Deutschen Sportbundes und des Deutschen Olympischen Kommitees) stellt sich offiziell auf den Standpunkt das man die Spiele nicht boykottieren solle, da man damit die Gefühle der Athleten und deren Anstrengungen misachte.
Wenn ich Athlet wäre, würde ich aus diesem Unterdrückerunterstützungsverband direkt aussteigen.

Die Millionen müssen fliessen und China wird mit den Olympischen Spielen seine "internen" Kriegszüge gegen Taiwan, die Uiguren und Tibet finanzieren.
Jeder Tourist wird vermutlich das Geld für die Munition und Elektroschocker liefern, die aus unterdrückten Minderheiten ein stilles Aussterben macht.
Wenn schon die Kommitees die Spiele nicht boykottieren sollte jeder einzelne - Athlet oder Zuschauer - daran denken, das an der Freude über den sportlichen Erfolg bei der Olympiade 2008 in China das Blut unschuldiger Minderheiten klebt. Einfach nur sehr besorgt sein reicht da sicher nicht aus.
http://sports.espn.go.com/oly/news/story?id=3294964
http://sport.guardian.co.uk/breakingnews/feedstory/0,,-7389466,00.html

Die deutsche Politik ist an der Situation in China ebenfalls nicht unschuldig - zwar lud Frau Merkel den Dalai Lama zu einem Empfang ein, kuschte aber vor China und selbst bei ihrer Ansprache in der Knesset am 17. März - also vor dem zentralen politischen Organ eben jener, die von Hitler-Deutschland als Minderheit (sowohl als Volk als auch als Religion betrachtet) verfolgt wurden -
fiel leider nicht ein einziges Wort zu der aktuellen Metzelei in China.
Über historische Verantwortung, einzigartige Beziehungen und die Sicherheit des Volkes von Israel wurde gesprochen, aber nicht über den parallel dazu stattfindenden und in vieler Hinsicht erschreckend ähnlichen Vorfall im Tibetanischen Hochland.
Der originaltext der Rede ist hier nachzulesen:
http://www.n-tv.de/935712.html
Der Mangel an Verurteilung der Situation ist grausig - auch in anderen, weniger prominenten Reden der Deutschen Politik.

Auch das Sprachrohr der ehemals Verfolgten und Unterdrückten in Deutschland - der Zentralrat der Juden in Deutschland - bleibt zu dem Thema Tibet bisher seltsam still.
http://www.zentralratdjuden.de/
Zur neuen deutschen Tapferkeitsmedaillien-Initiative hat man eine Presseerklärung, zum Völkermord nicht.
Wenn in Afghanistan oder dem Irak nicht-existente Bomben gefunden werden sollen, die Demokratie und Freiheit verteidigt werden soll - dann sind sich CDU, SPD und Co einig, die Bundesrepublik schickt zusammen mit den Alliierten deutsche Soldaten in Öl- und Drogen-Felder, der Zentralrat rumort ein bischen und schweigt dann.
Nie wieder sollten deutsche Truppen einen Angriffskrieg führen... unter den lautesten Pazifisten begannen sie dann etwas ähnliches zu machen, mit Waffen im Ausland nicht angreifen.
Oder so ähnlich - den Stimmen der Soldaten dort unten (die auf Menschen schiessen müssen) mag man ja lieber nicht trauen. Aber wenn es dann soweit ist das wirklich irgendwo in der Welt Menschenrechte, körperliche Unversehrtheit und Freiheit anderer auf dem Spiel stehen statt Öl, dann schauen alle weg, weil es die Gefühle Chinas verletzen würde, wenn man sich gegen die "inneren Interessen" einsetzen würde.
Hat jemand die Serben gefragt, ob der Kosovo und Macedonien sich abspalten möchten ? Unterstützt hat man es.
Nur weil China einen permanenten Sitz im Rat der UN und ein Veto-Recht hat (den es übrigens von der damaligen Nationalchinesischen Republik - also Taiwan - bekommen hat), traut sich niemand einen entsprechenden Antrag einzubringen. Er würde sowieso abgelehnt werden.

Ist es ketzerisch, wenn man als Antwort darauf das Olympische Credo zitiert ? "Dabei sein ist alles" - Man muss es zumindest versucht haben.
Oder zumindest Ben Gurion zitiert = "Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist" ?

Wo sind unsere moralischen Bedenken, wenn in Westchina - im ehemaligen freien Tibet, annektiert seit 1950 - eine ganze Religion und Bevölkerungsgruppe verfolgt, unterdrückt und dezimiert wird, mit besonderen polizeilichen Maßnahmen kontrolliert, zensiert und drangsaliert wird und zur besseren Unterjochung eine Eisenbahnverbindung dorthin gebaut wird, die noch besser noch mehr Chinesen dahin umsiedeln hilft, damit die ehemalige Mehrheit in Tibet zu einer Minderheit werden konnte ? Selbst ein Adolf Hitler hätte nicht perfider sein können als Wen Jiabao, der oben drein noch behauptet man versuche damit seine schönen Olympischen Spiele zu sabotieren und man möge doch an die armen Athleten denken.
Irgendwo habe ich diese Rede schon einmal nachgesprochen gehört...
Welcher Verband war das nochmal ?
(Ausserdem habe ich nicht die Wahrheit gesagt - es ist nicht nur eine Bevölkerungsgruppe die das momentan in China ertragen muss !!!)

Wenn der Vorwurf "China begehe in Tibet möglicherweise kulturellen Völkermord" so unbegründet ist, warum weist dann China die ausländischen Reporter und Touristen aus ?

Sind tibetanische Buddisten Mönche - die fast 50 Jahre friedlich für ihre Rechte eingetreten sind - nun vielleicht sogar Terroristen, die mit geheimen Lagern in Guantanamo oder Beijing zu Aussagen gezwungen werden müssen und dann von Seals, KSK und anderen gejagt werden dürfen ?
Vermutlich nicht - in Tibet gibt es kein Öl. Tibet ist keine Wirtschaftsmacht.

Womit vermutlich der Grund des ganzen Problems auf den Punkt gebracht wird. Tibet hat nur seine Kultur, den Rest hat China ihnen schon längst genommen.



"Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul.
One Ring to rule them all, One Ring to find them, One Ring to bring them all and in the darkness bind them."

Fünf Ringe für die Völkerverständigung oder Fünf Ringe zum Fesseln und Knechten - wer darf das entscheiden ?





Nachtrag:
http://www.heise.de/newsticker/Prozess-gegen-Buergerrechtler-Hu-Jia-hat-begonnen--/meldung/105208 - chinesische Regierung beweist gesundes Kritikverständnis - nicht wirklich....

18.3.08 23:16


Kindliche Logik: Busfahren gegen Fliegen

So. Jetzt hab ich den Salat.

Vor zwei Tagen beim Fernsehen kam die Frage "Du, Papa - warum regen die sich alle so auf wenn der Jung die Terroristen stoppen will ?".
Wie das halt so ist - man erklärt wer alles im Flieger sitzt, das man selber in der Vergangenheit in den Urlaub geflogen ist und das nun - falls die Bösen in den Flieger kommen - die "Guten" den Flieger abschießen werden. Erste Schlußfolgerung des Kindes: die "Guten" sind ja noch böser als die Bösen.
Denn die drohen nur mit dem Tod von 300 Leuten. Die "Guten" knallen den Flieger mit all den Familien und Kindern und Teddybären einfach ab.

Heute kam der Nachschlag.

Eine zerrissene Bus-Jahreskarte.
"Du, Papa - ich mag nicht mit dem Bus fahren. Dem Yusuf sein Papi ist Moslem. Ich habe Angst das der Jung dann den Bus abschiessen läßt."

Und nun erklären Sie das mal einem Kind...
In die Schule mag er auch nicht mehr. Da geht der Yusuf auch hin, und sein Papa ist Moslem.

Vielen Dank, lieber Herr Jung.

2.10.07 19:52


Politische Randnotizen...

Stasi 2.0 ? Einmal mehr - offensichtliche Dinge in Worte gepackt:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/96393/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/96385

Und wenn der Herr Stoiber findet, das Kritik an Parteigenossen (man entschuldige die Wortwahl) nicht korrekt sei, dann hat er die Themen Politik und Diskussion vermutlich nicht verstanden:
http://www.n-tv.de/856460.html

Beachtenswert wozu der Wille nach Demokratie die Menschen in Birma bringt -
hierzulande muß man froh sein, wenn noch mehr als ein drittel den Weg zur Wahlurne findet:
http://www.n-tv.de/856460.html

25.9.07 00:22


Sechs, setzen.

Sehr geehrter Herr Minister Jung,

sicher ist Ihnen bei der von Ihnen angestoßenen Abschußdebatte ( z.b. http://www.tagesschau.de/inland/inneresicherheit10.html ) nur ein kleiner Fehler oder Versprecher unterlaufen. Denn ich könnte Ihnen bei bestem Willen nicht den Rücktritt nahelegen, falls man mich nach meiner Meinung fragte. Ein Mann in diesem Amt sollte seine Rechten und Pflichten kennen und alle Optionen abwägen, bevor er spricht. Und dann zum mildest möglichen Mittel greifen. Warum ?

Mit etwas Hintergrundrecherche vorab - und das erwarten wir Bürger von unseren Damen und Herren Ministern - wäre Ihnen sicher bekannt gewesen, daß die Damen und Herren Kollegen in Israel schon lange unter dem Problem der Luft-Terroristen leiden und für ihre zivile Luftfahrt eine wesentlich humanere Lösung haben. Dort fliegen nämlich so genannte Sky-Marshals mit, also bewaffnete israelische Sicherheitskräfte, die eventuell an Bord auftretende Terror-Risiken in der Luft bekämpfen, ohne mehr als eine Hand voll Leben aufs Spiel zu setzen.

Der Abschuss eines Zivilflugzeuges mit Zivilisten an Bord ist nicht die Wahl des mildesten Mittels und nicht im Rahmen der verfassungsmäßigen Fürsorge des Staates für die Bundesbürger. Mit der gleichen Begründung könnten Sie das Heer auch auf jeden von einem Ihnen seltsam vorkommenden Menschen gefahrenen Tanklastwagen oder Zug schießen lassen - dieser könnte genauso als Waffe dienen. Ob 40 Tonnen Kerosin zu Lande, zu Wasser oder in der Luft bewegt werden ändert nichts an der Wirkungsweise. Sich mit dieser Begründung als Bürger über die Gesetze des Staates zu stellen, den man zu schützen geschworen hat, ist hochgradig ironisch - bei solch einer Begründung des "übergesetzlichen Notstandes" könnte man dann nach belieben mit unqualifizierter Gewalt gegen alles und jeden vorgehen.

Vielmehr könnte man den Eindruck gewinnen, bei dieser Diskussion handele es sich um ungerichtete politische Meinungsmache - gefährliche Meinungsmache, die in den Zeiten des europäischen Großraumjets A380 für entweder sinkende Fluggastzahlen und eine damit einhergehend eine Schwächung der Industrie oder ein paar hundert Tote auf den Titelseiten, statt des Sommerlochs in der Presse binnen eines solchen Tages sorgen könnten. Oder gar beides. Von den politischen Problemen die ein in diesem Flieger anwesender Prominenter (oder - viel schlimmer - Diplomat oder gar Politiker) bei einem Flugzeug-Abschussbefehl bringen würde, ganz zu schweigen.

Ein Rücktritt nach einem politisch motivierten und rechtlich sicherlich fehlerhaften Abschussbefehl bringt keine Toten wieder und ist auch nicht moralisch korrekt, da die Tat ja mit einem - so könnte man meinen - gewissen Maße an politisch-krimineller Energie geplant vorbereitet wurde. Zumindest könnte man den Eindruck beim lesen der Zeitungsartikel zu besonders ergebenen Alarmrotten et cetera gewinnen. Er (also der Rücktritt) sorgt viel eher (ohne parlamentarische Immunität des Verursachers) für einen medienwirksamen Prozess. Aber vielleicht (und das zeigten in der Vergangenheit z.B. die Schießbefehle an der Mauer) fallen den dann hoffentlich gutbezahlten Juristen ja ein paar Kniffe ein und letzten Endes wird dann doch nur den Soldaten der Prozeß gemacht. Denn denen sind ja die Gesetze bekannt gewesen und gegeben dem Falle das deutsche Zivilrecht würde nicht greifen, wären sie zumindest nach dem Wehrrecht straffähig. Wie Frau Däubler-Gmelin, Herr Gertz und andere schon bemerkten.

Warum diese Debatte notwendig war ? Das lässt sich leider nicht sinnvoll begründen. Allerdings war die Antwort am Thema vorbei. Sechs, setzen.

mit Sorge um das Land und seine Verfassung,

der kritische Michel

24.9.07 23:22


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